Pflege und Fell
Hund mit Menschenshampoo waschen: was der pH-Wert wirklich ändert
Warum Menschenshampoo die Haut eines Hundes schädigt, was zu tun ist, wenn es schon geschehen ist, und worauf auf einem Etikett wirklich zu achten wäre.
Die kurze Antwort
Nein, und der Grund steht in einer Zahl: dem pH-Wert.
Die Haut des Menschen ist sauer, sie liegt um 5,5. Die Haut des Hundes liegt nahe am Neutralpunkt, zwischen 7 und 7,5, je nach Rasse und Körperstelle. Ein für einen pH-Wert von 5,5 zusammengesetztes Shampoo, auf eine Haut bei 7,4 aufgebracht, greift den Hydrolipidfilm an, diese fettige Schicht, die Wasser hält und Bakterien auf Abstand hält.
Das Ergebnis zeigt sich nicht beim ersten Waschen. Es zeigt sich beim dritten: trockene Haut, Schuppen, Juckreiz, dann ein Hund, der sich kratzt und sich entzündet.
Warum die Haut des Hundes weniger wegsteckt
Sie ist dünner als unsere. Ihre Oberhaut zählt drei bis fünf Zellschichten, wo unsere etwa zwanzig hat. Die Schranke ist also dünner und setzt sich langsamer wieder zusammen.
Der Hund gibt über die Haut keinen Schweiß ab. Ihm fehlt dieselbe dauerhafte saure Erneuerung, was den Wiederaufbau des Schutzfilms nach dem Entfetten länger macht.
Ein weiterer Punkt kommt daher, dass der Hund schluckt, was man ihm auf den Rücken gibt. Die ätherischen Öle in vielen als natürlich bezeichneten Shampoos werden schlecht vertragen, und Teebaumöl ist beim Hund wie bei der Katze ausgesprochen giftig.
Was in beide Richtungen stimmt
Ein einzelnes Waschen mit Menschenshampoo bei einem gesunden Hund richtet kein Unheil an. Ist es schon geschehen, gibt es keinen Grund zur Sorge: reichlich nachspülen und zu etwas anderem übergehen.
Umgekehrt macht das Argument mit dem pH-Wert nicht alle Hundeshampoos gleichwertig. Die Angabe „pH-neutral“ auf einer Flasche sagt nichts Genaues, weil die Haut des Hundes mit Körperstelle und Rasse schwankt und weil keine Vorschrift verlangt, den gemessenen Wert anzugeben. Ein Hundeshampoo aus dem unteren Preisbereich wäscht, und das ist alles.
Das Babyshampoo ist nicht die Zwischenlösung, die man sich vorstellt. Es ist mild für die Augen, was ein anderes Thema ist, und bleibt auf einen pH-Wert für Menschen eingestellt.
Ein gesunder Hund, der im Haus lebt, braucht kein monatliches Bad. Ein Bad alle zwei bis drei Monate genügt in den meisten Fällen, und ein Hund, der sich in etwas gewälzt hat, wird mit klarem Wasser abgespült.
Worauf auf einem Etikett zu achten ist
Das eigentliche Kriterium ist nicht der Preis, es ist der Grund für das Waschen. Ein Shampoo zur Pflege, ein Shampoo gegen Parasiten und ein gegen eine Hautinfektion verordnetes Shampoo leisten nicht dieselbe Arbeit, und das dritte wird nicht im Supermarkt gekauft.
Misstrauen Sie schmückenden Angaben. „Natürliche Formel“ sagt nichts über die Verträglichkeit, und viele Pflanzen reizen. „Hypoallergen“ ist keine geregelte Kategorie. Was zählt, ist die Liste der Bestandteile, das Vorliegen oder Fehlen ätherischer Öle, und die Angabe zur Anwendung.
Wann vorstellen
Juckreiz, der länger als eine Woche anhält. Rötungen, Krusten, starker Geruch, nässende Stellen. Haarverlust in Platten. Hund, der sich die Pfoten bis auf die Haut benagt. Diese Zeichen werden nicht im Shampooregal behandelt, sie verlangen eine tierärztliche Einordnung.
Häufige Fragen
Ich habe meinen Hund schon mit meinem Shampoo gewaschen, ist das schlimm?
Ein einzelnes Waschen bei einem gesunden Hund richtet kein Unheil an. Spülen Sie reichlich nach und gehen Sie für die Zukunft zu einem passenden Produkt über.
Ist Babyshampoo ein guter Kompromiss?
Nein. Es ist so zusammengesetzt, dass es nicht in den Augen brennt, was ein anderes Thema ist, und bleibt auf einen pH-Wert für Menschen eingestellt.
Sichert die Angabe pH-neutral auf einem Hundeshampoo etwas zu?
Nicht viel. Der pH-Wert der Hundehaut schwankt mit der Körperstelle und der Rasse, und keine Vorschrift verlangt, den gemessenen Wert anzugeben.
Dieser Beitrag erklärt und ordnet ein. Er ist keine Diagnose und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Er erscheint in einer vorläufigen Fassung und wird gezeichnet, sobald eine Tierärztin oder ein Tierarzt ihn freigegeben hat.
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